Sinnlich.
Experimentell.
Spirituell.

Samstag, 26 OKTOBER 2019

10:00 I Eröffnung
We look forward to welcoming you to Stretch Festival!
 We open the doors early so you have time to get changed, have a tea or coffee and meet some of your fellow participants! And if you have any questions regarding the program for each day, we can help you to organize your schedule.
10:40 – 11:00 I Eröffnungszeremonie & Ritual
Each day will begin with some welcoming words from Stretch Festival curator Kai Ehrhardt, followed by a simple but powerful ritual, so we can connect with ourselves and each other, and get in the right frame of mind for the day ahead!
11:00 – 13:00 I Das sich enthüllende Selbst – Wahrnehmung und Transformation ausweiten I Michael Rolnick
“Die Kunst ist experimenteller Ort an dem man das Leben ausprobiert.”” John CageDurch eine Reihe von Fragen und Blindzeichnungen fordern wir vorgefertigte Ideen über die Art wie wir sehen und über uns und andere fühlen heraus. Keine besonderen Fähigkeiten notwendig : offen für alle. Konsensuelle Berührungen. Nacktheit, zumindest teilweise notwendig.”
Michael wurde an der Royal Ballet School in London ausgebildet bevor er eine breit gefächerte Karriere in Tanz, Theater und Oper begann. Seine somatische Ausbildung umfasst Tanz, Gyrotonik®/Gyrokinesis® und Pilates sowie therapeutisches Bodywork (biodynamische Craniosacraltherapie und Thai Yoga Massage). Momentan bietet Michael 1:1 Bodywork-Sitzungen an und ist sowohl in den performativen als auch den visuellen Künsten tätig.
11:00 – 13:00 I Einander sehen, einander berühren I Tchivett
This workshop is about discovering each other through the senses. We will guide one another, move together, explore and offer ourselves as a landscape to be explored. This is about perceiving the body differently and reconnect to the present moment of what’s there and what’s felt. Within this shared presence, in the details of the sensations, a poetic experience of touch unfolds where shapes and textures can become music for the eye and for the skin.
Tchivett has been a performer, dance maker and teacher since 2011 and completed the Choreography Masters degree at HZT in 2018. Their most recent artistic research explores touch, consent, movement and improvisation.They regularly teaches butoh, contact improvisation and somatic practice at the Tanzfabrik and at Village Berlin. They also contributed to various dance research and performance collectives (Danses bizarres, CORPOL, Collective matters, etc.) with a focus on queer culture, feminist politics and self-organization.
11:00 – 13:00 I Prinzipien der Berührung I Zahiro Kai Esco
In diesem Workshop erkunden wir acht Prinzipien der Berührung, die uns unterstützen werden sowohl bequem als auch sicher eine Massage einem Partner auf einer Matte am Boden zu geben. Diese Prinzipien anwendend lernen wir eine kurze Massage Sequenz, die auf der Intuitiven Thai Meridian Massage basiert. Dann praktizieren und spielen wir frei mit allen Elementen in einer Abschlussmassage. Trage leichte und bequeme Kleidung. Es wird die Möglichkeit bestehen mit einer Anzahl von verschiedenen Partnern zu praktizieren.
Zahiro Ji ist Heilpraktiker und arbeitet in Berlin. Ursprünglich von Tanz und Bewegung kommend, liegt sein Focus nun auf Körperarbeit, insbesondere Intuitiver Thai Meridian Massage, zu der er ein jährliches Training in der Somatischen Akademie Berlin unterrichtet.
14:30 – 16:30 I GLBTQ Ahnen I Meinrad Furrer
Ob wir sie kennen oder nicht – alle haben wir LGBTQ Vorfahren. Schwule Männer gab es schon immer, unabhängig davon, ob sie ein offenes Leben führen konnten oder nicht. In diesem Ritual verbinden wir uns mit dem Ahnenfeld, das hinter uns liegt, um uns so zu befähigen, in die Fußstapfen der schwulen Männer und queers zu treten. Diese Verbindung gibt uns ein neues Gespür für unseren Lebensraum, sie gibt uns Wurzeln und Erdung.
Meinrad bietet Rituale in Lebens-Übergängen an. Intuitiv gestaltet er wertschätzende und heilsame Feiern. Er wurde von Daan van Kampenhout in Systemic Rituals® trainiert. Er ist auch Master of Spiritual Theology und klassischer Sänger. Zudem ist Meinrad Beauftragter Spiritualität in einem innovativen Projekt der Kirchen in Zürich. Interdisziplinär und kreativ wird das Potenzial von Spiritualität neu und zeitgemäss zugänglich gemacht.
14:30 – 16:30 I Othering. Einen Raum des Zuhörens schaffen I Jo Koppe & Martin Lorenz
In diesem Workshop geht es darum uns zu erlauben gesehen zu werden. Trotz unserer besten Absichten, einen liebevollen, vielfältigen und respektvollen Raum zu schaffen, gibt es weiterhin Erfahrungen von “Othering” und Ausschlüssen, “sogar” in Räumen wie der Stretch/Village-Community. Viele von uns haben die Erfahrung gemacht, sich manchmal nicht gesehen, nicht respektiert oder nicht repräsentiert zu fühlen, oder aus Angst vor Verurteilung nicht mehr von uns zu zeigen. Und viele von uns haben manchmal Unsicherheiten in Bezug darauf, wie wir Unterschieden am besten begegnen können. Die Themen sind vielfältig – ob Alter, Ethnizität, Körper- und Geschlechternormen, Cis-/Trans*-Identitäten, unterschiedliche Befähigungen, HIV-Status, Sprachkenntnisse etc. Dieser Workshop möchte einen vom Herzen kommenden Raum öffnen, um unsere persönlichen Erfahrungen in Bezug auf “Othering” innerhalb der eigenen Community miteinander zu teilen. Das tun wir durch die einfache und kraftvolle Praxis des Zuhörens – um miteinander zu lernen, uns noch aufrichtiger und mutiger lieben und respektieren zu können.
Jo hat einen Körper, ein Herz und einen Geist und hat eine Lebensgeschichte. Er ist sehr erfahren mit einem breiten Spektrum an Emotionen und Zuständen, darunter Lebensfreude, Traurigkeit, Verzweiflung, Seelenruhe, Leidenschaft, stille Zufriedenheit, Wut, Neid, Einsamkeit, Verbundenheit, Angst, Vertrauen, Dankbarkeit, Ungewissheit, Enttäuschung, Faszination, Begeisterung, Neugier, Scham, Verletzlichkeit. Er atmet in Berlin und anderswo.

Martin liebt es, eine Stimme zu haben. Er benutzt seine Stimme, zum Kichern, Lachen, Rufen, Singen, Weinen, Seufzen, Flüstern und Sprechen, aber auch zum Fragen, Erlauben, Bewusstsein-Verbreiten, Bedürfnisse-Ausdrücken, Widersprechen, Warnen, Feedbacken, Loben und Informieren. Er atmet ebenfalls in Berlin.
14:30 – 16:30 I Sensexual Body – Der Eros körperlicher Präsenz I Kai Ehrhardt
Wenn es um Sex geht, bewegen wir uns dabei innerhalb eines bestimmten – wahrscheinlich repetitiven – Verhaltensspektrums, in dem unsere Körper, Empfindungen, Gedanken und Vorstellungen beteiligt sind. Wir werden uns auf den Körper fokussieren und die somatische Methode Continuum nutzen, um uns selbst zu begegnen und uns als vollblütige, ganzkörperliche, bewusst-lebendige Ereignisse zu begreifen … ständig atmend, pulsierend, strömend, sendend und empfangend. Ausgehend von diesem angeregten Zustand zellulären Lauschens, erkunden wir unterschiedliche Partnereinladungen und können so einige Inspirationen für unseren sinnlich-sexuellen Ausdruck daheim und anderswo bekommen.
Kai ist Atempädagoge nach Prof. Ilse Middendorf, Continuum Lehrer, Heilpraktiker für Psychotherapie sowie Mitgründer und Ausbilder an der Somatischen Akademie Berlin. Er entwickelte den Ansatz Authentic Eros – Explorations for Men & For and Beyond all Genders zum Thema Sexualität und Partnerschaft und kuratiert das STRETCH und das BODY IQ Festival. 2016 hat er Village.Berlin initiiert.
Kai ist davon überzeugt, dass Körperwahrnehmung und ein erweitertes Verständnis von Eros entscheidende Elemente hin zu einer integralen und nachhaltigen Lebensweise sind. Seit 2002 gibt er Seminare, Workshops und Trainings in Europa und den USA.
17:00 – 19:00 I Kleine Rituale zum Zulassen und Loslassen I David Bloom
In diesem Workshop werden wir universelle Mittel wie Atem, Bewegung, Raum und Wiederholung nutzen, um unsere eigenen Rituale der Kraft hervorzurufen, anstatt die von anderen zu übernehmen. Wir werden unsere Körper als Portale einsetzen, um einen Zustand geschärften Bewusstseins zu erreichen, den wir nutzen können, um klare Intentionen zu manifestieren. Manches wird zugelassen, anderes losgelassen.
David Bloom ist Choreograph, Tänzer, Lehrer, Vater, Filmemacher, Bodyworker, Pianist und Teesammler. Absolvent des Studiengangs M.A. Choreographie am HZT Berlin. David unterrichtet in vielen Kontexten, u.A. am HZT Berlin, Tanzquartier Wien, Tanzfabrik Berlin, Human Architecture Lab in St. Petersburg, K3 in Hamburg, im Masterstudiengang Contemporary Dance Education in Frankfurt/Main, an der Rietveld Academie for Fine Arts & Design in Amsterdam, & am ImPulsTanz Festival in Wien. Mehr info unter: https://davidbloom.info
17:00 – 19:00 I Playfight/ Queerfight I Alexander Hahne
Playfight/ Queerfight: Diese Form der Begegnung – eine 1-zu-1 Konfrontation mit einem selbstgewählten Gegner in der Mitte aufmerksamer Zuschauer – bietet die Möglichkeit, sich unmittelbar kennenzulernen und in seiner Kraft zu erleben. Es wird ein längeres Warm up als Einleitung geben um die eigenen Grenzen auszutesten und sich einzustimmen. In der körperlichen Konfrontation, die spielerisch oder kämpferisch, verlaufen kann, kommen wir in Kontakt mit Stärken und Schwächen, tiefen Empfindungen, unerfüllten Bedürfnissen und lustvollen Herausforderungen.
Alexander Hahne, Hamburg. Er hat einen MA. BSc. in Medientechnik, ist angestellt im Bereich sexuelle Bildung und Leiter von Workshops rund um die Themen Körpererfahrung und Bewegung, so wie Trainer für trans* spezifische Sensibilisierungsarbeit. Alexander hat langjährige Erfahrung und Fortbildung in Tanz und kreativen Ausdrucksformen (u.a. Ballett, New Dance, Kontaktimprovisation, Butoh, Body-Mind-Centering, Kickboxen, Mixed-Martial-Arts).
17:00 – 19:00 I Vogue It! I Gerard Reyes
Vogue ist ein Tanz, der Selbstliebe und Fantasie fördert. Deep In Vogue ist ein Workshop, in dem Sie einige der Grundlagen der Vogue lernen, aber am wichtigsten ist, dass Sie lernen, sich selbst zu fühlen und sich gegenseitig zu unterstützen, wenn Sie zusehen, wie alle tief eintauchen.Tragen Sie Ihren Lieblingslook oder bequeme Kleidung und Schuhe. Was auch immer Sie wollen, stellen Sie sicher, dass Sie sich bewegen können!Bei diesem Workshop ist Kleidung optional.
Gerard Reyes ist Tänzer, Choreograf und Sexualerzieher in Ausbildung und arbeitet zwischen Montreal und Berlin. Er bemüht sich, die Aufmerksamkeit des Mainstreams auf die Unterrepräsentierten zu lenken und Vergnügen, soziale Eingliederung und individuelle Entscheidungsfreiheit zu fördern. Sein erstes Solo, “The Principle of Pleasure”, nutzt Voguing und Stripping, um die Möglichkeiten für gemeinsames Vergnügen beim Abbau sozialer Konventionen zu erkunden. 2017 war Gerard Pionier in Montreals Kiki-Ballsaal-Szene, indem er Übungen leitete und Bälle für LGBTQ + -Jugendliche organisierte.

Sonntag, 27 OKTOBER 2019

10:00 I Eröffnung
We look forward to welcoming you to Stretch Festival!
 We open the doors early so you have time to get changed, have a tea or coffee and meet some of your fellow participants! And if you have any questions regarding the program for each day, we can help you to organize your schedule.
10:40 – 11:00 I Eröffnungszeremonie & Ritual
Each day will begin with some welcoming words from Stretch Festival curator Kai Ehrhardt, followed by a simple but powerful ritual, so we can connect with ourselves and each other, and get in the right frame of mind for the day ahead!
11:00 – 13:00 I Liebe gibt es reichlich I Thomas Schallhart
Was ist eine queere Art des Liebens, Sich-Kümmerns und des Bezugs zu anderen Menschen? In diesem Workshop geben wir DIskussionen rund um Beziehungskonzepten abseits von Monogamie Raum. Wir werden die Beziehungen erforschen und analysieren, die wir zu den wichtigsten Menschen in unserem Leben führen – sei es Familie, Fuckbuddies, Freund*innen, Partner*innen oder Liebhaber*innen. Wir werden Themen wie Eifersucht, Ehrlichkeit, Vertrauen, Ansprüche, Verpflichtungen und Labels besprechen.
Thomast ist Aktivist und Trainer. Er ist Experte für Kampagnenstrategie und nicht-formalem Lernen und arbeitet für NGOs in verschiedenen europäischen Ländern. In Berlin ist er bei Mancheck aktiv, einem Verein rund um sexuelle Gesundheit von Männern*, sowie beim XPOSED Queer Filmfestival und der Aktivist*innengruppe Critical Queer Solidarity.
11:00 – 13:00 I My Genital Future I Alexander Hahne
Hallo geliebte Genitalien. Wie geht’s? Oh… du bist sauer auf mich? Ah… weil dich immer nur andere Leute angucken?. Hhmm… verstehe… Ok. Das können wir ändern. Lets w_h_oreship our genitals. Kein bewerten, dear fuckers. Nur beobachten. Ok, auch mit den Händen. Dieser Workshop beinhaltet das explizite Anschauen und Anfassen der eigenen Genitalien. Wenn es ok für dich ist, ruhen die Augen eines anderen Mannes dabei auf dir. Nacktheit nach Wunsch (ist begrüßt, jedoch nicht notwendig). Alle Männer sind willkommen. Trans*männer, gender non-konforme Männer, cis Männer.
Alexander Hahne, Hamburg. Er hat einen MA. BSc. in Medientechnik, ist angestellt im Bereich sexuelle Bildung und Leiter von Workshops rund um die Themen Körpererfahrung und Bewegung, so wie Trainer für trans* spezifische Sensibilisierungsarbeit. Alexander hat langjährige Erfahrung und Fortbildung in Tanz und kreativen Ausdrucksformen (u.a. Ballett, New Dance, Kontaktimprovisation, Butoh, Body-Mind-Centering, Kickboxen, Mixed-Martial-Arts).
11:00 – 13:00 I Zwischenräume I Kai Ehrhardt
Dieser Workshop ist ein Experimentierraum – ein immer wieder miteinander Umgehen von einem Ausgangspunkt des Nichtwissens, wo sich etwas Unerwartetes zeigen kann. Wahrnehmen, was für mich, für meine Umgebung, meine/n Partner stimmig ist. Bewegen, zur Sprache bringen, abwägen, ausdrücken, entdecken, spielen, geben, empfangen, vertrauen, riskieren, teilen, imaginieren…
Kai ist Atempädagoge nach Prof. Ilse Middendorf, Continuum Lehrer, Heilpraktiker für Psychotherapie sowie Mitgründer und Ausbilder an der Somatischen Akademie Berlin. Er entwickelte den Ansatz Authentic Eros – Explorations for Men & For and Beyond all Genders zum Thema Sexualität und Partnerschaft und kuratiert das STRETCH und das BODY IQ Festival. 2016 hat er Village.Berlin initiiert.
Kai ist davon überzeugt, dass Körperwahrnehmung und ein erweitertes Verständnis von Eros entscheidende Elemente hin zu einer integralen und nachhaltigen Lebensweise sind. Seit 2002 gibt er Seminare, Workshops und Trainings in Europa und den USA.
14:30 – 16:00 I Hot Bodies Choir I Gérald Kurdian
Singen ist eine Möglichkeit für Menschen, sich mit ihrem tieferen Selbst zu verbinden und auf ihre inneren Stimmen zu hören. Sexuelle Minderheiten scheinen viele zugrunde liegende Emotionen, unbeantwortete Unterdrückungen und Traumata mit sich zu tragen, in denen die normative Welt keinen Raum zum Heilen bietet. Drücke Deine Stimme aus und werde die unterstützende Stimme anderer.
Gérald Kurdian, musiker und performer, studierte Bildende Kunst und zeitgenössischen Tanz unter der Leitung von Mathilde Monnier und Xavier Le Roy. Inspiriert von Stand-up-Comedy, Lo-Fi-Musical und Clubmusik werden seine schrägen Konzerte und Workshops international präsentiert. Seit 2017 entwickelt er HOT BODIES OF THE FUTURE !, ein multidisziplinäres Forschungsprojekt, in dem er beobachtet und experimentiert, wie sexuelle Minderheiten mit Musik ihre Revolutionen stärken.
14:30 – 16:30 I Mit der Vaterwunde umgehen I Andrew Marshall
Wir kommen hilflos und abhängig zur Welt und bedürfen Anerkennung und Wertschätzung. Wenn wir Glück haben, bekommen wir alle Liebe, die wir brauchen. Wir sprechen von Vaterwunde, wenn in dieser ersten Schlüsselbeziehung etwas schief läuft. Diese Wunde kann bei schwulen (oder sonstwie von der Norm abweichenden) Männern besonders tief sein. Männern, die mit dem Gefühl aufgewachsen sind, dass ihre Interessen, ihr Verhalten oder sie selbst dem Vater unangenehm sind. Dieser Workshop beinhaltet ein Heilungsritual.
Andrew G. Marshall ist Buchautor und Ehetherapeut mit dreißig Jahren Berufserfahrung. Er hat zwanzig Bücher geschrieben, die in zwanzig Sprachen übersetzt wurden- drei davon auch in Deutsch. Er lebt und arbeitet jetzt in Berlin.
14:30 – 16:30 I Signing Intimacy / a shared inquiry / Gal Naor
Eine Einladung zu einer intimen, empowernden Reise auf der wir unseren inneren Dialog verbessern indem wir ihn sanft, liebevoll und intuitiv werden lassen. Wir werden sowohl in der Gruppe als auch einzeln Wege erforschen um einzigartige Verbindungen zu schaffen, auszudrücken, zu fühlen und anzuerkennen. Wir werden Eigen-Intimität in einem nonverbalen Kontext erforschen, lernen auf unser Körperwissen zu hören, unsere authentische individuelle Gebärdensprache entdecken und tanzen um zu verbinden und die Kette des emotionalen Ballasts zu entfernen.
Gal Naor ist ein israelischer Gebärdensprache-Dolmetscher, Theatermacher, Choreograph, Gründer der unabhängigen Berliner Kreativduos “The progressive wave”, die in ihrer Arbeit Tanz, Performancekunst, visuelle Kunst und Bewusstseinsstudien kombinieren. Ihr Ansatz an die performative Welt ist inklusiv und basiert auf dem Verständnis, dass jeder Körper auf seine eigene Art und Weise tanzen sollte. Indem sie Menschen mit diversen Fähigkeiten in ihre Werke einbinden, ermuntern sie die Stärkung von queeren Identitäten.
17:00 – 19:00 I Loslassen I Julian Schnorr
Veränderung ist ein konstanter Bestandteil unseres Lebens. Dabei kann es herausfordernd sein, Menschen, Orte oder Situationen loszulassen. Im Workshop werden wir uns mit den Gefühlen verbinden, die mit diesem Prozess zusammenhängen. Mit der Hilfe von Bewegung und der Unterstützung unseres Körpers werden wir unser eigenes Abschieds-Ritual kreieren, das uns ermöglicht all das loszulassen, was in diesem Moment gehen möchte.
Julian ist ein trans* queerer Künstler, der tanzen, kochen und magische Dinge liebt. Er hat eine starke Verbindung zur Natur und Mutter Erde. In den vergangenen 20 Jahren hat er verschiedene Erfahrungen als Fürsorger mit alten Menschen, Sterbenden, Kindern, Freunden, Familie und sich selbst gesammelt. Er arbeitet mit Heilfrequenzen von Pflanzen, Einhörnern, Delfinen, usw.. Als Anleiter ist er versucht Räume anzubieten, in denen Menschen sich mit ihrer inneren Weisheit und ihren Selbstheilungskräften verbinden können.
17:00 – 19:00 I Ritual mit 3 Kreisen I Gerard Reyes & Ale Karasik
In dem 3-Kreise-Ritual versammeln wir uns, um unser sexuelles Selbst in Gegenwart anderer auszudrücken. Alle sind eingeladen, individuell entlang von 3 konzentrischen Kreisen zu fließen, unterstützt von Atemarbeit und Musik. Der erste Kreis dient zum meditativen Bezeugen, der zweite zum Erforschen der Selbstberührung und der dritte zum Tanzen. Dieses Ritual soll ein kollektiver somatischer Lernprozess sein. ein Raum, in dem wir soziale Tabus und individuelle Scham ablegen, um unsere Intimität in der Öffentlichkeit auszudrücken. Jeder wählt, wie seine individuelle Erfahrung zum Ganzen beiträgt.
Gerard ist Tänzer, Choreograf und Pionier der Ballroomszene in Montreal. Ale ist Performer und Lehrer für Tanz und Körperausdruck und lebt zwischen Berlin und Buenos Aires. Wir haben uns durch unser gemeinsames Interesse an den Modalitäten der Sexological Bodywork, einschließlich dieses Ritual, zusammengeschlossen, das tiefe somatische Entdeckungen unseres sexuellen Selbst einlädt.
17:00 – 19:00 I Spiritualität durch Dominanz und Unterwerfung I Phil Poole
In diesem Workshop werden wir einen sicheren und auf Konsens bedachten Rahmen schaffen, um Energien zu erforschen, die existieren, wenn wir dominieren oder uns unterwerfen. Wir werden mit Achtsamkeit Energien und Gefühle erkunden, die bei dir auftauchen, wenn du dich in Positionen von Dominanz oder Unterwerfung begibst. Und wir schauen uns die Energie an, die dabei zwischen Dir und Anderen entsteht. Der Workshop fokussiert auf die spirituelle Dimension, es werden keine Schmerzspiele oder S&M angewendet. Anfänger und alle Neugierigen sind sehr willkommen.
Seit seinem zwanzigsten Lebensjahr ist Phil in der S&M Szene aktiv. Über die letzten 19 Jahre hinweg ist er auf Entdeckungsreise und hat herausgefunden, dass die Essenz von Dominanz und Unterwerfung spirituell ist. Wenn Phil nicht kniend zu Diensten ist, arbeitet er als Coach. Er berät und unterstützt Organisationen und Individuen bei Veränderungsprozessen.
26.10.19
27.10.19

Samstag, 26 OKTOBER 2019

10:00 I Eröffnung
We look forward to welcoming you to Stretch Festival!
 We open the doors early so you have time to get changed, have a tea or coffee and meet some of your fellow participants! And if you have any questions regarding the program for each day, we can help you to organize your schedule.
10:40 – 11:00 I Eröffnungszeremonie & Ritual
Each day will begin with some welcoming words from Stretch Festival curator Kai Ehrhardt, followed by a simple but powerful ritual, so we can connect with ourselves and each other, and get in the right frame of mind for the day ahead!
11:00 – 13:00 I Das sich enthüllende Selbst – Wahrnehmung und Transformation ausweiten I Michael Rolnick
“Die Kunst ist experimenteller Ort an dem man das Leben ausprobiert.”” John CageDurch eine Reihe von Fragen und Blindzeichnungen fordern wir vorgefertigte Ideen über die Art wie wir sehen und über uns und andere fühlen heraus. Keine besonderen Fähigkeiten notwendig : offen für alle. Konsensuelle Berührungen. Nacktheit, zumindest teilweise notwendig.”
Michael wurde an der Royal Ballet School in London ausgebildet bevor er eine breit gefächerte Karriere in Tanz, Theater und Oper begann. Seine somatische Ausbildung umfasst Tanz, Gyrotonik®/Gyrokinesis® und Pilates sowie therapeutisches Bodywork (biodynamische Craniosacraltherapie und Thai Yoga Massage). Momentan bietet Michael 1:1 Bodywork-Sitzungen an und ist sowohl in den performativen als auch den visuellen Künsten tätig.
11:00 – 13:00 I Einander sehen, einander berühren I Tchivett
This workshop is about discovering each other through the senses. We will guide one another, move together, explore and offer ourselves as a landscape to be explored. This is about perceiving the body differently and reconnect to the present moment of what’s there and what’s felt. Within this shared presence, in the details of the sensations, a poetic experience of touch unfolds where shapes and textures can become music for the eye and for the skin.
Tchivett has been a performer, dance maker and teacher since 2011 and completed the Choreography Masters degree at HZT in 2018. Their most recent artistic research explores touch, consent, movement and improvisation.They regularly teaches butoh, contact improvisation and somatic practice at the Tanzfabrik and at Village Berlin. They also contributed to various dance research and performance collectives (Danses bizarres, CORPOL, Collective matters, etc.) with a focus on queer culture, feminist politics and self-organization.
11:00 – 13:00 I Prinzipien der Berührung I Zahiro Kai Esco
In diesem Workshop erkunden wir acht Prinzipien der Berührung, die uns unterstützen werden sowohl bequem als auch sicher eine Massage einem Partner auf einer Matte am Boden zu geben. Diese Prinzipien anwendend lernen wir eine kurze Massage Sequenz, die auf der Intuitiven Thai Meridian Massage basiert. Dann praktizieren und spielen wir frei mit allen Elementen in einer Abschlussmassage. Trage leichte und bequeme Kleidung. Es wird die Möglichkeit bestehen mit einer Anzahl von verschiedenen Partnern zu praktizieren.
Zahiro Ji ist Heilpraktiker und arbeitet in Berlin. Ursprünglich von Tanz und Bewegung kommend, liegt sein Focus nun auf Körperarbeit, insbesondere Intuitiver Thai Meridian Massage, zu der er ein jährliches Training in der Somatischen Akademie Berlin unterrichtet.
14:30 – 16:30 I GLBTQ Ahnen I Meinrad Furrer
Ob wir sie kennen oder nicht – alle haben wir LGBTQ Vorfahren. Schwule Männer gab es schon immer, unabhängig davon, ob sie ein offenes Leben führen konnten oder nicht. In diesem Ritual verbinden wir uns mit dem Ahnenfeld, das hinter uns liegt, um uns so zu befähigen, in die Fußstapfen der schwulen Männer und queers zu treten. Diese Verbindung gibt uns ein neues Gespür für unseren Lebensraum, sie gibt uns Wurzeln und Erdung.
Meinrad bietet Rituale in Lebens-Übergängen an. Intuitiv gestaltet er wertschätzende und heilsame Feiern. Er wurde von Daan van Kampenhout in Systemic Rituals® trainiert. Er ist auch Master of Spiritual Theology und klassischer Sänger. Zudem ist Meinrad Beauftragter Spiritualität in einem innovativen Projekt der Kirchen in Zürich. Interdisziplinär und kreativ wird das Potenzial von Spiritualität neu und zeitgemäss zugänglich gemacht.
14:30 – 16:30 I Othering. Einen Raum des Zuhörens schaffen I Jo Koppe & Martin Lorenz
In diesem Workshop geht es darum uns zu erlauben gesehen zu werden. Trotz unserer besten Absichten, einen liebevollen, vielfältigen und respektvollen Raum zu schaffen, gibt es weiterhin Erfahrungen von “Othering” und Ausschlüssen, “sogar” in Räumen wie der Stretch/Village-Community. Viele von uns haben die Erfahrung gemacht, sich manchmal nicht gesehen, nicht respektiert oder nicht repräsentiert zu fühlen, oder aus Angst vor Verurteilung nicht mehr von uns zu zeigen. Und viele von uns haben manchmal Unsicherheiten in Bezug darauf, wie wir Unterschieden am besten begegnen können. Die Themen sind vielfältig – ob Alter, Ethnizität, Körper- und Geschlechternormen, Cis-/Trans*-Identitäten, unterschiedliche Befähigungen, HIV-Status, Sprachkenntnisse etc. Dieser Workshop möchte einen vom Herzen kommenden Raum öffnen, um unsere persönlichen Erfahrungen in Bezug auf “Othering” innerhalb der eigenen Community miteinander zu teilen. Das tun wir durch die einfache und kraftvolle Praxis des Zuhörens – um miteinander zu lernen, uns noch aufrichtiger und mutiger lieben und respektieren zu können.
Jo hat einen Körper, ein Herz und einen Geist und hat eine Lebensgeschichte. Er ist sehr erfahren mit einem breiten Spektrum an Emotionen und Zuständen, darunter Lebensfreude, Traurigkeit, Verzweiflung, Seelenruhe, Leidenschaft, stille Zufriedenheit, Wut, Neid, Einsamkeit, Verbundenheit, Angst, Vertrauen, Dankbarkeit, Ungewissheit, Enttäuschung, Faszination, Begeisterung, Neugier, Scham, Verletzlichkeit. Er atmet in Berlin und anderswo.

Martin liebt es, eine Stimme zu haben. Er benutzt seine Stimme, zum Kichern, Lachen, Rufen, Singen, Weinen, Seufzen, Flüstern und Sprechen, aber auch zum Fragen, Erlauben, Bewusstsein-Verbreiten, Bedürfnisse-Ausdrücken, Widersprechen, Warnen, Feedbacken, Loben und Informieren. Er atmet ebenfalls in Berlin.
14:30 – 16:30 I Sensexual Body – Der Eros körperlicher Präsenz I Kai Ehrhardt
Wenn es um Sex geht, bewegen wir uns dabei innerhalb eines bestimmten – wahrscheinlich repetitiven – Verhaltensspektrums, in dem unsere Körper, Empfindungen, Gedanken und Vorstellungen beteiligt sind. Wir werden uns auf den Körper fokussieren und die somatische Methode Continuum nutzen, um uns selbst zu begegnen und uns als vollblütige, ganzkörperliche, bewusst-lebendige Ereignisse zu begreifen … ständig atmend, pulsierend, strömend, sendend und empfangend. Ausgehend von diesem angeregten Zustand zellulären Lauschens, erkunden wir unterschiedliche Partnereinladungen und können so einige Inspirationen für unseren sinnlich-sexuellen Ausdruck daheim und anderswo bekommen.
Kai ist Atempädagoge nach Prof. Ilse Middendorf, Continuum Lehrer, Heilpraktiker für Psychotherapie sowie Mitgründer und Ausbilder an der Somatischen Akademie Berlin. Er entwickelte den Ansatz Authentic Eros – Explorations for Men & For and Beyond all Genders zum Thema Sexualität und Partnerschaft und kuratiert das STRETCH und das BODY IQ Festival. 2016 hat er Village.Berlin initiiert.
Kai ist davon überzeugt, dass Körperwahrnehmung und ein erweitertes Verständnis von Eros entscheidende Elemente hin zu einer integralen und nachhaltigen Lebensweise sind. Seit 2002 gibt er Seminare, Workshops und Trainings in Europa und den USA.
17:00 – 19:00 I Kleine Rituale zum Zulassen und Loslassen I David Bloom
In diesem Workshop werden wir universelle Mittel wie Atem, Bewegung, Raum und Wiederholung nutzen, um unsere eigenen Rituale der Kraft hervorzurufen, anstatt die von anderen zu übernehmen. Wir werden unsere Körper als Portale einsetzen, um einen Zustand geschärften Bewusstseins zu erreichen, den wir nutzen können, um klare Intentionen zu manifestieren. Manches wird zugelassen, anderes losgelassen.
David Bloom ist Choreograph, Tänzer, Lehrer, Vater, Filmemacher, Bodyworker, Pianist und Teesammler. Absolvent des Studiengangs M.A. Choreographie am HZT Berlin. David unterrichtet in vielen Kontexten, u.A. am HZT Berlin, Tanzquartier Wien, Tanzfabrik Berlin, Human Architecture Lab in St. Petersburg, K3 in Hamburg, im Masterstudiengang Contemporary Dance Education in Frankfurt/Main, an der Rietveld Academie for Fine Arts & Design in Amsterdam, & am ImPulsTanz Festival in Wien. Mehr info unter: https://davidbloom.info
17:00 – 19:00 I Playfight/ Queerfight I Alexander Hahne
Playfight/ Queerfight: Diese Form der Begegnung – eine 1-zu-1 Konfrontation mit einem selbstgewählten Gegner in der Mitte aufmerksamer Zuschauer – bietet die Möglichkeit, sich unmittelbar kennenzulernen und in seiner Kraft zu erleben. Es wird ein längeres Warm up als Einleitung geben um die eigenen Grenzen auszutesten und sich einzustimmen. In der körperlichen Konfrontation, die spielerisch oder kämpferisch, verlaufen kann, kommen wir in Kontakt mit Stärken und Schwächen, tiefen Empfindungen, unerfüllten Bedürfnissen und lustvollen Herausforderungen.
Alexander Hahne, Hamburg. Er hat einen MA. BSc. in Medientechnik, ist angestellt im Bereich sexuelle Bildung und Leiter von Workshops rund um die Themen Körpererfahrung und Bewegung, so wie Trainer für trans* spezifische Sensibilisierungsarbeit. Alexander hat langjährige Erfahrung und Fortbildung in Tanz und kreativen Ausdrucksformen (u.a. Ballett, New Dance, Kontaktimprovisation, Butoh, Body-Mind-Centering, Kickboxen, Mixed-Martial-Arts).
17:00 – 19:00 I Vogue It! I Gerard Reyes
Vogue ist ein Tanz, der Selbstliebe und Fantasie fördert. Deep In Vogue ist ein Workshop, in dem Sie einige der Grundlagen der Vogue lernen, aber am wichtigsten ist, dass Sie lernen, sich selbst zu fühlen und sich gegenseitig zu unterstützen, wenn Sie zusehen, wie alle tief eintauchen.Tragen Sie Ihren Lieblingslook oder bequeme Kleidung und Schuhe. Was auch immer Sie wollen, stellen Sie sicher, dass Sie sich bewegen können!Bei diesem Workshop ist Kleidung optional.
Gerard Reyes ist Tänzer, Choreograf und Sexualerzieher in Ausbildung und arbeitet zwischen Montreal und Berlin. Er bemüht sich, die Aufmerksamkeit des Mainstreams auf die Unterrepräsentierten zu lenken und Vergnügen, soziale Eingliederung und individuelle Entscheidungsfreiheit zu fördern. Sein erstes Solo, “The Principle of Pleasure”, nutzt Voguing und Stripping, um die Möglichkeiten für gemeinsames Vergnügen beim Abbau sozialer Konventionen zu erkunden. 2017 war Gerard Pionier in Montreals Kiki-Ballsaal-Szene, indem er Übungen leitete und Bälle für LGBTQ + -Jugendliche organisierte.

Sonntag, 27 OKTOBER 2019

10:00 I Eröffnung
We look forward to welcoming you to Stretch Festival!
 We open the doors early so you have time to get changed, have a tea or coffee and meet some of your fellow participants! And if you have any questions regarding the program for each day, we can help you to organize your schedule.
10:40 – 11:00 I Eröffnungszeremonie & Ritual
Each day will begin with some welcoming words from Stretch Festival curator Kai Ehrhardt, followed by a simple but powerful ritual, so we can connect with ourselves and each other, and get in the right frame of mind for the day ahead!
11:00 – 13:00 I Liebe gibt es reichlich I Thomas Schallhart
Was ist eine queere Art des Liebens, Sich-Kümmerns und des Bezugs zu anderen Menschen? In diesem Workshop geben wir DIskussionen rund um Beziehungskonzepten abseits von Monogamie Raum. Wir werden die Beziehungen erforschen und analysieren, die wir zu den wichtigsten Menschen in unserem Leben führen – sei es Familie, Fuckbuddies, Freund*innen, Partner*innen oder Liebhaber*innen. Wir werden Themen wie Eifersucht, Ehrlichkeit, Vertrauen, Ansprüche, Verpflichtungen und Labels besprechen.
Thomast ist Aktivist und Trainer. Er ist Experte für Kampagnenstrategie und nicht-formalem Lernen und arbeitet für NGOs in verschiedenen europäischen Ländern. In Berlin ist er bei Mancheck aktiv, einem Verein rund um sexuelle Gesundheit von Männern*, sowie beim XPOSED Queer Filmfestival und der Aktivist*innengruppe Critical Queer Solidarity.
11:00 – 13:00 I My Genital Future I Alexander Hahne
Hallo geliebte Genitalien. Wie geht’s? Oh… du bist sauer auf mich? Ah… weil dich immer nur andere Leute angucken?. Hhmm… verstehe… Ok. Das können wir ändern. Lets w_h_oreship our genitals. Kein bewerten, dear fuckers. Nur beobachten. Ok, auch mit den Händen. Dieser Workshop beinhaltet das explizite Anschauen und Anfassen der eigenen Genitalien. Wenn es ok für dich ist, ruhen die Augen eines anderen Mannes dabei auf dir. Nacktheit nach Wunsch (ist begrüßt, jedoch nicht notwendig). Alle Männer sind willkommen. Trans*männer, gender non-konforme Männer, cis Männer.
Alexander Hahne, Hamburg. Er hat einen MA. BSc. in Medientechnik, ist angestellt im Bereich sexuelle Bildung und Leiter von Workshops rund um die Themen Körpererfahrung und Bewegung, so wie Trainer für trans* spezifische Sensibilisierungsarbeit. Alexander hat langjährige Erfahrung und Fortbildung in Tanz und kreativen Ausdrucksformen (u.a. Ballett, New Dance, Kontaktimprovisation, Butoh, Body-Mind-Centering, Kickboxen, Mixed-Martial-Arts).
11:00 – 13:00 I Zwischenräume I Kai Ehrhardt
Dieser Workshop ist ein Experimentierraum – ein immer wieder miteinander Umgehen von einem Ausgangspunkt des Nichtwissens, wo sich etwas Unerwartetes zeigen kann. Wahrnehmen, was für mich, für meine Umgebung, meine/n Partner stimmig ist. Bewegen, zur Sprache bringen, abwägen, ausdrücken, entdecken, spielen, geben, empfangen, vertrauen, riskieren, teilen, imaginieren…
Kai ist Atempädagoge nach Prof. Ilse Middendorf, Continuum Lehrer, Heilpraktiker für Psychotherapie sowie Mitgründer und Ausbilder an der Somatischen Akademie Berlin. Er entwickelte den Ansatz Authentic Eros – Explorations for Men & For and Beyond all Genders zum Thema Sexualität und Partnerschaft und kuratiert das STRETCH und das BODY IQ Festival. 2016 hat er Village.Berlin initiiert.
Kai ist davon überzeugt, dass Körperwahrnehmung und ein erweitertes Verständnis von Eros entscheidende Elemente hin zu einer integralen und nachhaltigen Lebensweise sind. Seit 2002 gibt er Seminare, Workshops und Trainings in Europa und den USA.
14:30 – 16:00 I Hot Bodies Choir I Gérald Kurdian
Singen ist eine Möglichkeit für Menschen, sich mit ihrem tieferen Selbst zu verbinden und auf ihre inneren Stimmen zu hören. Sexuelle Minderheiten scheinen viele zugrunde liegende Emotionen, unbeantwortete Unterdrückungen und Traumata mit sich zu tragen, in denen die normative Welt keinen Raum zum Heilen bietet. Drücke Deine Stimme aus und werde die unterstützende Stimme anderer.
Gérald Kurdian, musiker und performer, studierte Bildende Kunst und zeitgenössischen Tanz unter der Leitung von Mathilde Monnier und Xavier Le Roy. Inspiriert von Stand-up-Comedy, Lo-Fi-Musical und Clubmusik werden seine schrägen Konzerte und Workshops international präsentiert. Seit 2017 entwickelt er HOT BODIES OF THE FUTURE !, ein multidisziplinäres Forschungsprojekt, in dem er beobachtet und experimentiert, wie sexuelle Minderheiten mit Musik ihre Revolutionen stärken.
14:30 – 16:30 I Mit der Vaterwunde umgehen I Andrew Marshall
Wir kommen hilflos und abhängig zur Welt und bedürfen Anerkennung und Wertschätzung. Wenn wir Glück haben, bekommen wir alle Liebe, die wir brauchen. Wir sprechen von Vaterwunde, wenn in dieser ersten Schlüsselbeziehung etwas schief läuft. Diese Wunde kann bei schwulen (oder sonstwie von der Norm abweichenden) Männern besonders tief sein. Männern, die mit dem Gefühl aufgewachsen sind, dass ihre Interessen, ihr Verhalten oder sie selbst dem Vater unangenehm sind. Dieser Workshop beinhaltet ein Heilungsritual.
Andrew G. Marshall ist Buchautor und Ehetherapeut mit dreißig Jahren Berufserfahrung. Er hat zwanzig Bücher geschrieben, die in zwanzig Sprachen übersetzt wurden- drei davon auch in Deutsch. Er lebt und arbeitet jetzt in Berlin.
14:30 – 16:30 I Signing Intimacy / a shared inquiry / Gal Naor
Eine Einladung zu einer intimen, empowernden Reise auf der wir unseren inneren Dialog verbessern indem wir ihn sanft, liebevoll und intuitiv werden lassen. Wir werden sowohl in der Gruppe als auch einzeln Wege erforschen um einzigartige Verbindungen zu schaffen, auszudrücken, zu fühlen und anzuerkennen. Wir werden Eigen-Intimität in einem nonverbalen Kontext erforschen, lernen auf unser Körperwissen zu hören, unsere authentische individuelle Gebärdensprache entdecken und tanzen um zu verbinden und die Kette des emotionalen Ballasts zu entfernen.
Gal Naor ist ein israelischer Gebärdensprache-Dolmetscher, Theatermacher, Choreograph, Gründer der unabhängigen Berliner Kreativduos “The progressive wave”, die in ihrer Arbeit Tanz, Performancekunst, visuelle Kunst und Bewusstseinsstudien kombinieren. Ihr Ansatz an die performative Welt ist inklusiv und basiert auf dem Verständnis, dass jeder Körper auf seine eigene Art und Weise tanzen sollte. Indem sie Menschen mit diversen Fähigkeiten in ihre Werke einbinden, ermuntern sie die Stärkung von queeren Identitäten.
17:00 – 19:00 I Loslassen I Julian Schnorr
Veränderung ist ein konstanter Bestandteil unseres Lebens. Dabei kann es herausfordernd sein, Menschen, Orte oder Situationen loszulassen. Im Workshop werden wir uns mit den Gefühlen verbinden, die mit diesem Prozess zusammenhängen. Mit der Hilfe von Bewegung und der Unterstützung unseres Körpers werden wir unser eigenes Abschieds-Ritual kreieren, das uns ermöglicht all das loszulassen, was in diesem Moment gehen möchte.
Julian ist ein trans* queerer Künstler, der tanzen, kochen und magische Dinge liebt. Er hat eine starke Verbindung zur Natur und Mutter Erde. In den vergangenen 20 Jahren hat er verschiedene Erfahrungen als Fürsorger mit alten Menschen, Sterbenden, Kindern, Freunden, Familie und sich selbst gesammelt. Er arbeitet mit Heilfrequenzen von Pflanzen, Einhörnern, Delfinen, usw.. Als Anleiter ist er versucht Räume anzubieten, in denen Menschen sich mit ihrer inneren Weisheit und ihren Selbstheilungskräften verbinden können.
17:00 – 19:00 I Ritual mit 3 Kreisen I Gerard Reyes & Ale Karasik
In dem 3-Kreise-Ritual versammeln wir uns, um unser sexuelles Selbst in Gegenwart anderer auszudrücken. Alle sind eingeladen, individuell entlang von 3 konzentrischen Kreisen zu fließen, unterstützt von Atemarbeit und Musik. Der erste Kreis dient zum meditativen Bezeugen, der zweite zum Erforschen der Selbstberührung und der dritte zum Tanzen. Dieses Ritual soll ein kollektiver somatischer Lernprozess sein. ein Raum, in dem wir soziale Tabus und individuelle Scham ablegen, um unsere Intimität in der Öffentlichkeit auszudrücken. Jeder wählt, wie seine individuelle Erfahrung zum Ganzen beiträgt.
Gerard ist Tänzer, Choreograf und Pionier der Ballroomszene in Montreal. Ale ist Performer und Lehrer für Tanz und Körperausdruck und lebt zwischen Berlin und Buenos Aires. Wir haben uns durch unser gemeinsames Interesse an den Modalitäten der Sexological Bodywork, einschließlich dieses Ritual, zusammengeschlossen, das tiefe somatische Entdeckungen unseres sexuellen Selbst einlädt.
17:00 – 19:00 I Spiritualität durch Dominanz und Unterwerfung I Phil Poole
In diesem Workshop werden wir einen sicheren und auf Konsens bedachten Rahmen schaffen, um Energien zu erforschen, die existieren, wenn wir dominieren oder uns unterwerfen. Wir werden mit Achtsamkeit Energien und Gefühle erkunden, die bei dir auftauchen, wenn du dich in Positionen von Dominanz oder Unterwerfung begibst. Und wir schauen uns die Energie an, die dabei zwischen Dir und Anderen entsteht. Der Workshop fokussiert auf die spirituelle Dimension, es werden keine Schmerzspiele oder S&M angewendet. Anfänger und alle Neugierigen sind sehr willkommen.
Seit seinem zwanzigsten Lebensjahr ist Phil in der S&M Szene aktiv. Über die letzten 19 Jahre hinweg ist er auf Entdeckungsreise und hat herausgefunden, dass die Essenz von Dominanz und Unterwerfung spirituell ist. Wenn Phil nicht kniend zu Diensten ist, arbeitet er als Coach. Er berät und unterstützt Organisationen und Individuen bei Veränderungsprozessen.